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Regionale-, komplementäre Währungen
(eine Power-Point
Präsentation)
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Was ist
Regiogeld?
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Wie funktionniert es?
Warum
Regiogeld?
Ökologische und Soziale
Aspekte
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Schutz
vor den negativen Globalisierungs-folgen
und Stärkerung der regionalen Wirtschaft
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Mehr
Wert für unsere Welt
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Die Angst
vor Mangel erzeugt Gier und das Horten von Geld
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Die Instabilität des Währungssystems
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Die Lösung für die größten Probleme,
die die Menschheit hat
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Regionales Wirtschaften
Wo gibt es Regiogeld?
Belgien
Deutschland
Frankreich
Professoren berichten
http://www.politik-poker.de/geld-ganz-kurz.php
- Elsi
Reimann:
(...)
Regionalwährungen sind ein
gangbarer Weg, die zerstörerische Dynamik
abzumildern, die regionale mittelständische
Wirtschaft zu stärken und Kaufkraft zu
schaffen - was nicht weniger bedeutet als
zurückerobertes Leben.
(...)
Das Geldsystem verstehen
mit:
http://www.geldwesen.be
* Geldhoheit *
* Zins- und Zinsenzinssystem *
* Verschuldung des Staats *
* Kaufkraftverlust und Steigerung der Armut *
* Banken *
Kontakt:
info@geldwesen.be
Michael Balter
Tel. 0032 (0)80 / 548.729
Mit der freundlichen Unterstützung der
VIVANT-Fraktion im Parlament der Deutschprachigen
Gemeinschaft - Belgien
Schilsweg 33
B-4700 Eupen
Tel. 087/569.221
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Abschnitt aus

Regionales Wirtschaften als Ergänzung
zur Globalisierung
Sinn und Zweck einer regionalen
Wirtschaftsweise
Warum wirtschaften wir?
Um den Sinn einer regionalen Wirtschaftsweise zu verstehen, ist
es nötig, sich mit dem Grund des Wirtschaftens zu beschäftigen. Die
Frage lautet: Warum wirtschaften wir überhaupt?
Wirtschaften wir, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln?
Wirtschaften wir, um auf dem Weltmarkt zu bestehen? Oder
wirtschaften wir, um die Aktienkurse steigen zu lassen? Für manche
Menschen mögen die genannten Gründe ihr persönlicher Sinn des
Wirtschaftens sein, für die Vielzahl der Menschen ist die Wirtschaft
jedoch der gesellschaftliche Raum, in dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Menschen wirtschaften, weil sie Bedürfnisse haben, die sie (sich)
erfüllen wollen. Essen, Wohnen, Bildung, Kultur, Vergnügen und
Reisen – dies und vieles mehr ist nicht einfach so vorhanden und
nutzbar. Diese Güter und Leistungen sind für uns nur nutzbar, weil
andere Menschen sie für uns ermöglichen: Indem sie wirtschaften. Weil wir wirtschaften!
Wir wirtschaften also aus Notwendigkeit, denn ohne
Wirtschaft gibt es keine Versorgung. All die Produkte und
Annehmlichkeiten des (modernen) Lebens wären ohne unser Wirtschaften
nicht vorhanden und nicht nutzbar. Darüber hinaus ist es ein menschlicher Wunsch, kreativ und
produktiv tätig zu sein. Die Befriedigung durch erfolgreiche
Ergebnisse im Arbeitsprozess sind für die meisten Menschen genauso
wichtig, wie die Zusammenarbeit mit anderen Menschen. "Wirtschaften"
ist der Sammelbegriff für diese Tätigkeiten.
„Arbeit [...] vermittelt Lebenssinn.“ der deutsche Bundespräsident und ehemalige Chef des
Internationalen Währungsfonds IWF Horst Köhler in seiner
Weihnachtsansprache 2006
Wir wirtschaften also aus zwei Gründen:
- aus Notwendigkeit, denn ohne Wirtschaft keine Versorgung
- aus dem menschlichen Wunsch, kreativ und produktiv tätig zu
sein und dem eigenen Leben einen Sinn zu geben
Wie ist eine Wirtschaft aufgebaut? Was heißt "Wirtschaften"?
Die volkswirtschaftliche Theorie kennt eine Gliederung der
Wirtschaft in Sektoren, die sich wie folgt darstellen lässt:
Abbildung: Sektorale Gliederung einer Wirtschaft
Nach dieser Gliederung besteht eine Wirtschaft aus drei Sektoren:
- Primärer Sektor: Urproduktion: Landwirtschaft,
Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau, Energieerzeugung
- Sekundärer Sektor: Güterproduktion: Industrie, Bau,
produzierendes Handwerk
- Tertiärer Sektor: Dienstleistungen: Handel, Bankwesen,
Verkehr/Transport, Bildungsleistungen, Kulturleistungen,
Gesundheitsleistungen, Mensch-zu-Mensch-Leistungen
Die Darstellung als Pyramide soll darüber hinaus deutlich machen,
dass die tiefer liegenden Sektoren die Basis sind, ohne die höher
liegende Sektoren nicht problemlos betrieben werden können. Beispiele:
- Ohne eine stabile Nahrungsmittelversorgung (Primärer Sektor/Urproduktion)
können sich die Menschen nicht um den Bau von Häusern oder
handwerkliche Tätigkeiten kümmern. Essen ist für Menschen
überlebensnotwendig und absolute Grundlage von allem anderen.
- Ohne Energieversorgung (Primärer Sektor/Urproduktion) können
keine Maschinen betrieben werden, ja nicht einmal elektrisches
Licht, Heizung, Verkehr und (Tele-)Kommunikation sind möglich.
- Ohne ein Dach über dem Kopf (Bau = Sekundärer Sektor/
Sachgüterproduktion) ist es unwahrscheinlich, dass Menschen
Friseurdienstleistungen, Reisedienste oder Kulturleistungen
(Tertiärer Sektor/Dienstleistungen) anbieten.
Aus diesem Betrachtungswinkel wird deutlich, dass eine stabile
Wirtschaft "von unten nach oben" aufgebaut werden muss. Die
Grundversorgung der Bevölkerung muss allen anderen
Wirtschaftszweigen vorgehen, genau wie die industrielle Produktion
der Dienstleistungswirtschaft vorgeht.
Warum wir eine regionale Wirtschaftsweise brauchen
Die Probleme einer einseitigen Globalisierung
Der heutige Zeitgeist vermittelt den Eindruck, alle Fragen der
Grundversorgung der Bevölkerung seien geklärt. Es wird suggeriert,
wirtschaftliches Bestehen auf dem globalen Markt sei die einzige
Fragestellung, auf die es in der Wirtschaft ankomme. Dass dieser
Ansatz zu kurz greift, zeigen globale Entwicklungen, die in
besonderem Maße die Energieversorgung betreffen. Beispielhaft sei
auf das Eingreifen der US-Regierung im Nahen Osten (Irak, Iran),
Zentralasien (Afghanistan), Südamerika (Venezuela) und Afrika zur
Sicherung der Ölversorgung verwiesen, sowie auf die Bestrebungen
Europas, Zugriff auf das russische Erdgas zu erhalten.
Eine einseitige Orientierung der Wirtschaftsakteure am globalen
Markt birgt die Gefahr, dass die Grundversorgung der Bevölkerung aus
dem Blick gerät. Die Konzentration auf weit entfernte Märkte schafft
Abhängigkeiten: Was passiert, wenn die Exportmärkte einbrechen? Sei
es, weil sie gesättigt sind oder aufgrund gesellschaftlicher
Instabilitäten. Ein einbrechender Absatzmarkt lässt die Einnahmen
einbrechen. Dies ist weniger problematisch, wenn die heimische
Grundversorgung gesichert ist. Doch was passiert, wenn die
Exporteinnahmen notwendig sind, um mit ihnen Rohstoffe wie Erdöl und
Erdgas oder gar Nahrungsmittel von weit her einzukaufen, weil die
heimische Wirtschaft keine Alternativen dazu bietet?
Das Hauptproblem einer einseitigen Globalisierung der Wirtschaft
besteht in der Schaffung von Abhängigkeiten. Diese
Abhängigkeiten können in Extremfällen zu einer Versorgungslücke und
gesellschaftlichen Verwerfungen führen, die dem Wunsch nach
Stabilität entgegenstehen.
Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass ein rein auf den
Weltmarkt orientiertes Wirtschaftssystem die Bedürfnisse der
heimischen Bevölkerung aus den Augen verliert. Wie können
Arbeitsplätze entstehen, wenn die globale Konkurrenzsituation eine
ständige Rationalisierung im Produktionsprozess erzwingt? Und eine mindestens ebenso wichtige Frage lautet:
Wo bleibt bei
dieser Entwicklung der Mensch?
Die Möglichkeiten einer ergänzenden Regionalisierung
Der Mensch lebt nicht global: In globalen Maßstäben gemessen
verbringt er den Großteil seiner Lebenszeit an demselben Ort. An
diesem Ort lebt er, arbeitet er und entwickelt sich und seine
Umgebung.
Eine Wirtschaft, die dieser Tatsache Rechnung trägt, würde sich
kleinräumiger organisieren und sich am menschlichen Maß messen: Eine
regional orientierte Wirtschaftsweise. Regionales Wirtschaften würde
sich ergänzend zur globalen Wirtschaftsweise verstehen und
entsprechend andere Schwerpunkte setzen: Zielsetzung einer regionalen Wirtschaftsweise ist es nicht, im
globalen Wettbewerb (beispielsweise mit Exportgütern) konkurrieren
zu können. Zielsetzung einer regionalen Wirtschaftsweise ist es,
eine optimale Versorgung der Bevölkerung zu erreichen und es den
Menschen zu ermöglichen, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu
bestreiten.
Regionales Wirtschaften muss als Ergänzung zur globalen
Wirtschaftsweise verstanden werden. Den Problemen einer rein
globalen Orientierung – Abhängigkeit und die Gefahr von Instabilität
– setzt sie die Förderung wirtschaftlicher Un-Abhängigkeit und
regionaler Selbstversorgung entgegen, sowie eine Orientierung des
dezentralen wirtschaftlichen Strukturaufbaus an den Bedürfnissen der
lokalen Bevölkerung. Gemäß der Erfahrung, dass sich das Große aus
dem Kleinen zusammensetzt, kann die globale Ökonomie bewusst als
Zusammenspiel vieler regionaler Ökonomien gestaltet werden.
Eine regional orientierte Wirtschaftsweise hat bemerkenswerte
Eigenschaften:
- die Produktion rückt näher an den Endverbraucher, was den
Produktionsprozess für die Verbraucher transparenter macht und
die Berücksichtigung von Menschenrechten und umweltschonenden
Verfahren fördert
- Wohnen, Arbeiten und Leben (Kultur, Bildung) rücken näher
zueinander; Arbeits- und Transportwege verkürzen sich, der dafür
nötige Zeitaufwand wird kleiner, umweltschädigende Emissionen
werden eingespart
- die Abhängigkeit von überregionalen und globalen
Entwicklungen wird verringert, der globale Konkurrenzdruck lässt
nach
- die lokalen Ressourcen werden bevorzugt; ihre intensivere
Nutzung bezieht brachliegende Kapazitäten ein: die Auslastung
regionaler Unternehmen steigt, Arbeitssuchende werden in den
Strukturaufbau einbezogen und finden durch ihren Beitrag zur
regionalen Wirtschaft Lebens-Sinn
Ideal aufgestellt ist eine Region, wenn sie
- die Grundversorgung der Bevölkerung aus sich selbst
heraus erbringen kann (Nahrung, Wohnen, Bildung, Kultur,
Gesundheitsversorgung, Regionaltransport, regionale
Kommunikation)
- und darüber hinaus
Spezialgüter/Spezialdienstleistungen auf dem globalen Markt
anbieten kann, um die Erlöse zum Einkauf fremder Güter und
Leistungen zu verwenden
Diese Konstellation ermöglicht eine autarke Lebensweise für das
Lebenswichtige sowie eine Zusatzversorgung mit Spezialgütern. Dieses
Problematik trifft auf alle Regionen der Welt zu, unabhängig
davon, ob sie in Entwicklungsländern oder entwickelten Ländern
liegen.
Wie kann eine regional orientierte Wirtschaftsweise umgesetzt
werden?
Ist regionales Wirtschaften als sinnvoll erkannt, entsteht die
Frage, wie solch eine Wirtschaftsweise umgesetzt werden kann. Dazu
sollen folgende Ansätze genannt werden, die an anderer Stelle
intensiver beleuchtet werden:
Werkzeuge und Konzepte für regionales Wirtschaften:
-
Regionalwährungen/Regionalgeld
- small scale technologies: "mittlere Technologien"/"angepasste
Technologien"
- lokal umsetzbare, kooperative Organisations- und
Arbeitsformen, wie das Genossenschaftsmodell,
Verbrauchergemeinschaften oder Ansätze wie Bürgerbusse,
Wächterhäuser usw.
- dezentrale und "freie" Konzepte wie OpenSource, OpenMedia,
OpenPatents
Fazit
Durch eine zu große Abhängigkeit der Regionen von der
globalen Wirtschaftslage entstehen Gefahren: Regionen, die sich
auf Exportgüter konzentrieren, erzielen in gutem
Wirtschaftsklima besonders große Einnahmen, verlieren in
schlechterem Wirtschaftsklima jedoch die Möglichkeit, dringend
benötigte Güter einzukaufen. Neben einer Spezialisierung für den
globalen Absatzmarkt ist deshalb eine regionale Wirtschaftsweise
hilfreich, um die Grundversorgung der Bevölkerung durch eine
Selbstversorgung der Region zu gewährleisten. Regionales
Wirtschaften ist mit Hilfe von speziellen Konzepten und
Werkzeugen umsetzbar, zu denen Regionalwährungen, mittlere
Technologien und weitere dezentrale Ansätze zählen. |